Spende für Johannisbrunnen Falkenstein

Königsteiner Woche – Falkenstein – Kultur und Soziales 28. März 2018

Der Falkensteiner Johannisbrunnen braucht Wasser und eine gute Idee

Eva-Maria Dorn (1. Vorsitzende) bekam für ihren unermüdlichen Einsatz für die Belange des Heimatvereins Falkenstein von den Mitgliedern auf der JHV ein großes Blumen-Dankeschön überreicht. Foto: Scholl

Falkenstein (gs) – Der Heimatverein Falkenstein konnte auf seiner Jahreshauptversammlung auf ein recht erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Unter der Leitung von Eva-Maria Dorn als 1. Vorsitzender kann sich der Verein über stetig steigende Mitgliederzahlen freuen und ist mit seinen aktuell 270 Mitgliedern recht gut aufgestellt.

Über mangelnde Unterstützung durch die Falkensteiner Bürger können sich die Verantwortlichen ganz sicher nicht beschweren, denn neben den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen konnte sich der Verein im vergangenen Jahr über mehr als 12.000 Euro aus Spenden freuen, die in vollem Umfang der Verschönerung des Ortsteils zugutekamen. Die Projekte, die finanziell unterstützt wurden, waren vielfältig. Neben der Restaurierung des Johannisbrunnens hat der Heimatverein die Blumenkübel in Falkenstein und die Blumenkästen am alten Rathaus neu bepflanzt und hat deren dauerhafte Pflege übernommen, da hierfür keine städtischen Gelder mehr zur Verfügung stehen.

Es wurden Erhaltungsarbeiten auf der Falkensteiner Burg durchgeführt und neue Lichterketten für den weihnachtlichen Tannenbaum erworben. Dank zweier Privatspenden war es dem Heimatverein darüber hinaus möglich, der Weihnachtsbeleuchtung zwei neue Sterne hinzuzufügen, so dass mittlerweile acht Leuchtsterne die Hauptstraße zur Weihnachtszeit säumen. Das größte und umfangreichste Projekt war im vergangenen Jahr jedoch die Restaurierung und Instandsetzung des Johannisbrunnens.

Wasser fehlt noch

Falkensteins zentral am Bürgerhaus gelegener Brunnen erstrahlt seit letztem Jahr nun in neuem Glanz und erfreut die Bürger und Gäste auf ihren Spaziergängen. Vorrangig ist dies dem unermüdlichen Engagement des Heimatvereins Falkenstein für die Erhaltung und Verschönerung ihres Ortsteils, sowie einer zweckgebundenen Spende des Lions-Club Königstein zu verdanken.

Der Brunnen wurde in seiner ursprünglichen Form restauriert – zur Vollendung der Restauration fehlt ihm nun lediglich noch das ehemals direkt aus dem Berg gespeiste, fließende Wasser. Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Falkenstein wurde nun der vorliegende Vorschlag der Stadt zur Wiederherstellung des Wasserflusses zur Diskussion gestellt und fiel bei den Mitgliedern des Vereins glatt durch. Der bisherige Vorschlag der Stadt sähe vor, dass an dem Brunnen ein Druckschalter installiert werden würde, der bei Betätigung den Wasserfluss für eine sehr kurze Zeitspanne in Gang setzen würde – sozusagen „Wasser auf Knopfdruck“. Dass dies nicht der ursprünglichen Bestimmung des Brunnens entsprechen würde, wurde auf der JHV sehr schnell deutlich, wünschten sich die Mitglieder für ihre Bürger doch wieder einen Brunnen, aus dem rund um die Uhr Wasser fließen sollte, so wie dies auch in früheren Zeiten der Fall war.

In einer Art „Brainstorming“ machte man sich an dem Abend an die Ideenfindung und legte dabei durchaus Kreativität an den Tag (oder den Abend). Da eine Zuleitung von Wasser mittels Rohrsystemen wohl aus grundstücksrechtlichen Fragen nicht ohne Weiteres möglich wäre, käme vielleicht eine „kleine“ Lösung in Betracht, deren Umsetzung auch wunderbar mit der bevorstehenden Sanierung des Falkensteiner Bürgerhauses einhergehen könnte.

Zisterne am Bürgerhaus?

Die Idee, das Regenwasser des Bürgerhauses in einer Zisterne zu sammeln, um aus dieser – unter Nutzung des natürlichen Gefälles – das Wasser in den Brunnen zu lenken, war die wohl charmanteste Idee. Das Wasser könnte mittels Pumpe zurückgepumpt werden, oder weiter in die Kanalisation abfließen. Wäre die Zisterne leer, würde naturgemäß auch kein Brunnenwasser mehr fließen – mit dieser Tatsache könnten die Mitglieder des Heimatvereins jedoch besser leben, als mit einer „Klospültaste“ am Brunnen. Ganz sicher ein verständliches Ansinnen.

Darüber hinaus hat sich der Heimatverein auch für das laufende Jahr wieder viel vorgenommen. Das Ehrenmal müsste fachgerecht gereinigt werden, die Beleuchtung der Burg soll optimiert werden und der Lips-Tempel braucht einen neuen Anstrich. Die Fassade des alten Rathauses soll ebenfalls besser ausgeleuchtet werden. Ob dies mittels Einbau von Strahlern vor dem Haus oder einer zusätzlichen historischen Laterne an der Fassade geschehen wird, muss noch abschließend geklärt werden.

Weiterhin blickt der Heimatverein in diesem Jahr auf sein 140-jähriges Jubiläum als Kur- und Heimatverein zurück, was mit einem kleinen Festakt gefeiert werden soll. Außerdem müssen die lieb gewonnenen Feste zum Tag des Denkmals auf der Burg, der Martinsumzug und auch das Seefest organisiert werden, was einige Ressourcen bindet. Sicher ist jedoch, dass die Mitglieder des Heimatvereins auch in diesem Jahr wieder tatkräftig daran arbeiten werden, den Ortsteil Falkenstein für alle Wanderer, seine Bürger und deren Gäste attraktiv und lebenswert zu gestalten.